Die FAQ — die Frequently Asked Questions, oder auf Deutsch: die “häufig gestellten Fragen” bieten Antworten auf die gängigsten Fragen im WOB-Alltag. Sollten dennoch Fragen offen bleiben, schreiben Sie uns!
Als Bereicherung der Schul-Landschaft Südtirols um Kinder und Jugendliche mit Kopf, Herz und Hand zu begleiten.
Davon gibt es schon genügend, abgesehen davon, daß es in Bozen tatsächlich keinen ansprechenden Ballsaal gibt. Stattdessen hatten wir eine wunderbare Idee und organisieren bereits zum 3. Mal das Waldorf Music Festival, “Whatchamacallit” – 10 Stunden non-stop Musik, Theater und Kunst.
Jeder Mensch kann machen was er will, die Frage ist jedoch was erreicht man dadurch. Die WOB wurde 2004 als zusätzliches Bildungsangebot für die Alpenregion Südtirol, Nordtirol und Trentino geboren und hält sich natürlich an die vom Schulamt ausgearbeiteten Rahmenrichtlinien.
Selbstverständlich nicht! Wir sind ein Kultur- und Bildungsverein. Verein bedeutet, daß wir uns zusammen tun, um etwas zu erreichen, denn allein würden wir es nicht schaffen die Welt zu verbessern. Wenn wir in die Kinder und Jugendlichen investieren, sie achtsam bilden, so kann die Zukunft noch besser werden.
Selbstverständlich nicht! Das wäre ja ein Wunder!
WOB’ler lernen alles über Nacht ohne sich bemühen zu müssen, sozusagen … “Ihnen wurde es im Schlafe gegeben”.
Quatsch, selbstverständlich bekommen Schüler Aufgaben und Abgabetermine, allerdings ist “Erziehung zur Freiheit” eine große Herausforderung für alle Beteiligen.  Zuverlässige und selbständige SchülerInnen stellen sich Herausforderungen und finden Lösungen und auch bequeme Schüler können lernen ihr Leben selber in die Hand zu nehmen.
Rudolf Steiner ist der Begründer der Waldorfpädagogik. Emil Molt, damaliger Mitbesitzer der Waldorf Astoria Zigarettenfabrik, konnte Steiner gewinnen mit ihm zusammen die erste Waldorfschule in Stuttgart zu gründen. Inhalt und Methode der Waldorfpädagogik beruhen auf Rudolf Steiners Erkenntnissen über die Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Neben der Pädagogik fanden Rudolf Steiners geisteswissenschaftliche Forschungen auch Eingang in die biologisch-dynamische Landwirtschaft, die Anthroposophische Medizin und die Kunst.
Nein, Waldorfschulen sind Schulen für alle Begabungsrichtungen. Die Hirnforschung hat eindrucksvoll belegt, dass Kinder und Jugendliche durch künstlerisches Üben viele Kompetenzen erwerben, die weit über die unmittelbare Tätigkeit hinausreichen. Wenn Waldorfschüler malen, zeichnen, plastizieren oder musizieren, geht es daher vor allem um die Schulung differenzierter Wahrnehmungen und die Entfaltung ihres schöpferischen Potenzials; die Begabungen der einzelnen Schüler werden dabei natürlich berücksichtigt. Waldorflehrer sind bestrebt, den Verstand, die Kreativität und die eigenständige Persönlichkeit ihrer Schüler gleichgewichtig zu entwickeln.
Nein. An der WOB und allen Waldorfschulen lernen Kinder aller Begabungsrichtungen, wie an den staatlichen Regelschulen auch, nur daß hier neben intellektuellen Fähigkeiten gleichgewichtig auch soziale und handwerklich-künstlerische Fähigkeiten gefordert und gefördert werden. Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderem Assistenzbedarf ist eine wichtige Säule der Waldorfpädagogik, die entweder mit einem inklusiven Konzept, mit heilpädagogischer Begleitung oder heilpädagogischen Schulen umgesetzt wird.
Klar! Die WOB hält sich natürlich an die vom Schulamt ausgearbeiteten Rahmenrichtlinien mit Noten, Gremien und allen bürokratischen Vorgaben.
Jeden Montag ist richtig! Der wöchentliche Morgenkreis gibt den anwesenden SchülerInnen und Lehrern die Möglichkeit nach antikem Vorbild Fragen zu stellen und Antworten zu geben. Letztlich Demokratie oder noch einfacher …. reden, zuhören und üben mitzudenken!
Erstens, damit wir anfangen die Arbeit der Anderen zu schätzen. Zweitens um eine Idee von der Arbeitswelt zu bekommen. Diese Erfahrungen erleichtern uns nach der Schule den Einstieg in die Arbeitswelt.
Wir sind seit 2009 eine anerkannte, jedoch noch nicht gleichgestellte Oberstufe. Ende April bzw. August wurden die erforderlichen Unterlagen für das deutsche Schulamt erneut abgegeben, um hoffentlich ab dem Schuljahr 2017/18 ein gleichgestelltes Kunstgymnasium zu sein. Es handelt sich zum heutigen Zeitpunkt beim Waldorf-Reifediplom nicht um einen rechtlich gültigen Oberschulabschluss. Ein solcher kann nur in einer öffentlichen Schule oder in einer gleichgestellten Privatschule erworben werden.
In der Zwischenzeit arbeiten wir daher seit Jahren mit unseren Partnern “Warnborough College” in Dublin (IR) mit „Headquarter” in Canterbury (UK) zusammen, deren Diplom es unseren Schülern ermöglicht an unzähligen Universitäten zu studieren, denn rechtlich ist jede Universität frei Studenteneinschreibungen aus unterschiedlichen Schulen anzunehmen. Die Freie Universität Bozen und die Universität Innsbruck beispielsweise akzeptieren die WC Diplome jedoch bislang leider noch nicht!
Ab dem Schuljahr 2017/18 werden wir außerdem intensiver mit unserer gleichgestellten Waldorf-Partnerschule in Mailand zusammenarbeiten.
Die Erfahrung zeigt, dass gerade achtsame Waldorfschüler von Ausbildern besonders geschätzt werden. In einer Schule, die nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten fordert, entwickeln sich Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Kreativität und die Fähigkeit, prozessual zu denken, vom ersten Schultag an. Umfangreiche Absolventenstudien zeigen, dass Waldorfschüler in allen Studien und Berufsfeldern sehr erfolgreich studieren und arbeiten.
Wenn man Waldorfschulen weltweit besucht, dann wird von den Eltern ein Beitrag bezahlt, denn viele Landesregierungen finanzieren Privatschulen nicht ausreichend. Mit dem Geld müssen Miete, Lehrer, Sekretärinnen, Pensionsfürsorge, Strom, Heizung, Wasser, Müllabfuhr bezahlt und Dinge wie Hefte, Ton, Toner, Malblätter, Werkzeug und vieles mehr besorgt werden.